Nachhaltige LebensQualität (März 2009)
1. Lebensqualitäts-Grundlagen

Die Finanzkrise hat es noch einmal überdeutlich
bewusst gemacht: Der Tanz um das goldene Kalb ist ein
wunderbar passendes Bild für unsere (bisherige) Wirklichkeit, in der sich alles
um Geld, Konsum und Lebensstandard dreht. Ebenso klar wird immer mehr Menschen,
dass es so nicht weitergeht. Doch was könnte und sollte an die Stelle der
bisherigen materialistischen Grundorientierung treten?
Im alten Testament war es Moses, der sein Volk vom
Tanz um das goldene Kalb abbrachte und mit Verweis auf die zürnende Gottheit
auf den richtigen Weg wies. Ein solcher Moses ist heute weit und breit nicht in
Sicht. Zum einen hätte niemand, nicht einmal der neue amerikanische Präsident,
die nötige Autorität für diese Rolle, und zum anderen ist niemand in Sicht, der
wirklich wüsste, wohin die Reise gehen soll.
Niemand? Tatsächlich gibt es draußen im Lande viele,
viele Menschen, die längst entdeckt haben, dass es im Leben nicht um
Lebensstandard geht, sondern um Lebensqualität. Um eine individuell definierte
Lebensqualität, wohlverstanden, doch gibt es viele Facetten von Lebensqualität,
die universal sind. Gerade der Facettenreichtum und die Vielschichtigkeit von
Lebensqualität, gepaart mit der von allen sofort und leicht zu begreifenden
Einfachheit der Idee, machen Lebensqualität zur idealen Kandidatin bei der
Suche nach einem Leit-Wert, der zur attraktiven und überzeugenden Alternative
zum eindimensionalen Streben nach Lebensstandard werden könnte.
(Aus der Einleitung meines Buchs Moses 2.0 –
Wie wir gemeinsam den Wandel vom Lebensstandard zur Lebensqualität schaffen – jetzt erhältlich!)