Nachhaltige LebensQualität (März 2009)
1.2. Leitwert Lebensqualität
Schon vor fünf Jahren habe ich SensoNet gebeten, vier
Szenarios nach Wünschbarkeit und Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, die allesamt
die Zukunft von Lebensqualität als Leit-Wert betrafen.
Diese Frage wurde jetzt erneut vorgelegt, die Vergleichsergebnisse sind in der
Grafik auf der nächsten Seite dargestellt.
Im Gegensatz zu anderen Fragen (siehe nächstes
Kapitel) ergeben sich hier im Zeitvergleich sichtbare, wenngleich nicht
dramatische Veränderungen. Auffällig ist zunächst, dass bei allen vier
Szenarios die Wünschbarkeit etwas weniger hoch eingestuft wird. Über die Gründe
für diesen leichten Rückgang kann nur spekuliert werden. Er ändert aber nichts
daran, dass alle vier Szenarios nach wie vor als hochgradig erwünscht eingestuft werden:
- Lebensqualität
möge zum Leit-Wert der eigenen Lebensgestaltung werden.
- Lebensqualität
möge für immer mehr Menschen zum obersten Leit-Wert werden.
- Lebensqualität
für alle möge zum gesellschaftspolitischen Leit-Wert werden.
- Die
Lebensqualität der Kunden möge zum Leit-Wert aller Anbieter werden.
Lebensqualität gilt also nach wie vor als hervorragend
geeigneter Leit-Wert auf der persönlichen wie auf der gesellschaftspolitischen
oder wirtschaftlichen Ebene.
Zugenommen haben dagegen in drei von vier Fällen die
Werte für die Eintreffenswahrscheinlichkeit dieser Szenarios. Im Falle der
eigenen Lebensgestaltung herrscht jetzt weitgehende Deckungsgleichheit von
Wunsch und Wirklichkeit, das heisst, Lebensqualität ist hier tatsächlich zum
Leit-Wert geworden. Und dies gilt tendenziell auch für immer mehr Menschen in
der Umgebung der Befragten.
In der Gesellschaftspolitik und in der Wirtschaft kann
davon noch keine Rede sein, hier klaffen Wunsch und Wirklichkeit immer noch
deutlich auseinander. Was Politikern und Marktanbietern, die ernsthaft auf den
Leit-Wert Lebensqualität setzen, natürlich enorme Chancen bietet...
