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Welche Trends machen Zukunft?

Ein erster Blick auf die wichtigsten Trends

entgegengesetzte Wegweiser

Bilder: Andreas Giger, Oktober 2008, Milia, Kreta


Ziel dieser Studie war es, wichtige technologische und gesellschaftliche Entwicklungstendenzen zu identifizieren. Andere Trends, etwa ökonomische oder politische, waren nicht Gegenstand der Studie.

Aus verschiedenen Quellen wurde zunächst eine Liste mit 21 technologischen und 34 gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen oder Trends gebildet. Dass diese Liste das Spektrum der denkbaren Trends weitgehend abdeckt, zeigt sich darin, dass entsprechende offene Fragen, mit denen die Befragten weitere relevante Trends hätten einbringen können, nur einige Einzelnennungen ergaben, jedoch keinen offensichtlich relevanten und zuvor übersehenen Trend. Wir können also davon ausgehen, die relevanten Trends vollständig erfasst zu haben.

Die Liste mit insgesamt 55 Einzeltrends wurde zweimal abgefragt:

-       Wie stark werden die folgenden Veränderungen bis ins Jahr 2018 Ihr eigenes Leben verändern?

-       Wie stark werden diese Zukunftsentwicklungen bis ins Jahr 2018 die Welt (d.h. die Gesellschaft, in der wir leben) verändern?

Erfasst wurde die Relevanz der Trends mit einer Skala von 1 (keinerlei Veränderung) bis 10 (sehr starke Veränderungen). Da diese Skalen Intervall-Charakter haben, sind sie entsprechenden statistischen Analysen zugänglich.

Unterschieden wurde also die persönliche Relevanz eines Trends von der gesamtgesellschaftlichen. Entsprechend wurde zunächst getrennt ermittelt, welche Einzeltrends die höchsten Werte erzielten:




Der Blick auf die beiden Grafiken bringt einige interessante Erkenntnisse:

Ø    Unter den zehn Trends mit den grössten Auswirkungen auf das eigene Leben befinden sich sieben technologische und drei gesellschaftliche Entwicklungstendenzen, bei der gesamtgesellschaftlichen Relevanz stehen acht technologische vier gesellschaftlichen Trends gegenüber. Erstere scheinen also eine etwas grössere Bedeutung zu haben.

Ø    Acht Einzeltrends tauchen in beiden Ranglisten auf (Energie-Preise, Energie-Effizienz, Internet, älter werdende Gesellschaft, Umweltprobleme, Wissens-Zugang, nachhaltige Techniken, Bedeutung von Bildung). Das bedeutet, dass dieselben Trends sowohl persönliche wie ganzheitliche Auswirkungen haben.

Ø    Nur in die Spitzengruppe der persönlichen Betroffenheit geschafft haben es die Trends Lebensqualität und Vorstoss von Computern in alle Lebensbereiche. Umgekehrt nur in der Spitzengruppe der gesamtgesellschaftlichen Betroffenheit stehen die Trends Klimawandel, Globalisierung, neue Medizin und zunehmende soziale Spannungen.

Ø    Auffällig ist, dass die Relevanzwerte bei den Auswirkungen auf die Welt überall leicht höher sind als jene für die persönlichen Auswirkungen. Tatsächlich liegt der diesbezügliche Durchschnitt aller getesteten Trends exakt 0.5 Skalenpunkte auseinander, das heisst, die Auswirkungen auf die Welt werden leicht stärker eingeschätzt als jene auf das eigene Leben, wobei es sich nicht um gravierende Abweichungen handelt. Die getesteten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen haben also weitgehend ähnliche Auswirkungen auf das persönliche Leben wie auf die Welt als Ganzes, wirklich zu trennen sind die beiden Ebenen nicht.

Ø    Auffällig ist, dass sich die Relevanzwerte in einer relativ schmalen Bandbreite bewegen. Bei den persönlichen Auswirkungen beträgt der tiefste Wert 5.0, der höchste 7.4, und bei den Auswirkungen auf die Welt sind die beiden Weckpunkte 5.2 und 8.1. Es gibt also keinen einzigen Trend, der nicht mindestens eine mittlere Relevanz aufweist, und es gibt auch keinen, der alle anderen überragt, weil er wirklich ausserordentliche Wirkungen hätte. Vielmehr haben alle Trends eine deutliche bis starke, wenn auch keine überragende Relevanz.

Ø    Dazu passt, dass der mittlere Relevanzwert über alle 55 Trends 6.3 (persönliche Auswirkungen) bzw. 6.8 (Auswirkungen auf die Welt) beträgt (siehe Abschnitt Zusammenfassung). Das heisst: Wir haben ein  breites Feld an Trends, die alle ordentlich relevant sind, ohne dass sich daraus eine echte Spitzengruppe hätte absetzen können.

Ø    In einem nächsten Schritt geht es darum, in der Fülle der Einzeltrends Muster und Strukturen zu erkennen.


Übersicht

Die Studie

Ein erster Blick auf die wichtigsten Trends

Auf der Suche nach Mustern

Die technologischen Trend-Cluster

Die gesellschaftlichen Trend-Cluster

Trends im Auf- und Abwind

Zusammenfassung und Ausblick