Unternehmens-Philosophien
mit Zukunft
Erste
Rangierungen
Weil auch wir
uns dem Zwang zum Ranking nicht ganz entziehen können, haben wir
zunächst in allen sechs Dimensionen jeweils die Rangplätze
aller elf Unternehmens-Philosophien ermittelt und daraus eine durchschnittliche
Rangierung über alle Dimensionen errechnet:
Was
zunächst auffällt: Die durchschnittlichen Rangplätze
entsprechen weitgehend der Gesamtrangierung. Das lässt darauf schliessen,
dass die Rangfolge in allen sechs Beurteilungs-Dimensionen ähnlich
aussieht. Ein Vergleich der Einzelauswertungen bestätigt diesen
Befund, es gibt nur wenige geringfügige Abweichungen von obiger
Gesamt-Rangordnung (siehe "Einzelwirkungen").
Die Schlussfolgerung
aus diesem Phänomen ist klar: Die Attraktivität einer Unternehmens-Philosophie
wirkt in alle Richtungen ähnlich. Entweder überzeugt sie alle
Stakeholder oder keinen. Wohl gibt es von dieser Regel geringfügige
Abweichungen. Grundsätzlich aber ist nicht die Beurteilungs-Kategorie
entscheidend, sondern der Wert im Zentrum einer Unternehmens-Philosophie.
Dabei zeigt
die obige Grafik bereits deutlich die attraktiven und weniger attraktiven
Werte, die im Zentrum einer Unternehmens-Philosophie stehen können.
Weil jedoch eine reine Rangierung nichts über die Abstände
aussagt, ermitteln wir in einem nächsten Schritt die tatsächlichen
Durchschnittswerte auf der Zehner-Skala. Dabei lassen wir die beiden
Sonderfälle "Mitarbeits-Bereitschaft" und "Investitions-Bereitschaft"
bewusst weg und konzentrieren uns auf jene Dimensionen, die direkt und
indirekt die Kundenbeziehungen zum Inhalt haben: Sympathie. Kundenbereitschaft.
Nachhaltige Kundenzufriedenheit. Generelle Zukunftsaussichten. Das
ergibt folgene Rangliste:

Der erste Befund
kommt wenig überraschend: Die Reihenfolge entspricht exakt jener,
die wir auf Grund der Rangplätze (Grafik oben) ermittelt haben.
Die Rangierung der Attraktivität der elf getesteten Unternehmens-Philosophien
steht unverrückbar fest.
Hingegen können
wir jetzt diese Rangierung etwas differenzierter betrachten. Ganz oben
hat sich eine Spitzengruppe aus vier Ansätzen einer Unternehmens-Philosophie
deutlich abgesetzt. Es sind dies:
Nachhaltigkeit:
Bereits in einer kürzlich durchgeführten Befragung von SensoNet
und MARKETING MORGEN erwies sich Nachhaltigkeit als ein besonders
heisser Wert. Die aktuellen Diskussion zum Klimawandel treiben den
Kurs dieses Werts weiter nach oben. Der Spitzenplatz von Nachhaltigkeit
ist also keine Überraschung. Was klar macht: An einer intensiven
Auseinandersetzung mit dem Wert Nachhaltigkeit kommt kein Unternehmen
mehr vorbei.
Werte:
Dass Wertschöpfung in Zukunft immer mehr über Werte erfolgen
wird, hat die Bewusstseins-Elite aus Markt und Marketing schon in
früheren Befragungen eindeutig festgestellt. Die Kongruenz zwischen
den Werten des Unternehmens und jenen seiner Kundinnen und Kunden
wird immer mehr zum Wettbewerbsvorteil, vor allem bei der wichtigen
Kundengruppe der Bewusstseins-Elite. Hier kommt eine Unternehmens-Philosophie
immer weniger ohne eine intensive Beschäftigung mit dem eigenen
Werte-Profil und jenem seiner Kunden aus.
Lebensqualität:
Alle wirklich profitablen Märkte der Zukunft sind Lebensqualitäts-Märkte.
Diese Prognose von Matthias Horx, die ebenfalls in verschiedenen
SensoNet-Studien bestätigt wurde, gilt mehr denn je. Eine Unternehmens-Philosophie,
die glaubwürdig verkündet, die Lebensqualität der Kunden
stünde im Zentrum, hat deshalb grosse Chancen. Wobei anzufügen
ist, dass das nur funktioniert, wenn diese Aussage das Niveau des
Pauschalen verlässt und konkret sagt, welche Aspekte der Lebensqualität
der Kundinnen und Kunden besonders gefördert werden sollen.
Kunden-Resonanz:
Dass die Idee der Resonanz-Gruppe als Dialog-Partner für das
Marketing eines Unternehmens bei der Bewusstseins-Elite gut ankommt,
hat die letzte Umfrage gezeigt. Hier wird nun bestätigt, dass
eine Unternehmens-Philosophie, die ganz auf ein solches echtes Dialog-Marketing
setzt, sehr attraktiv wirkt. (Mehr als ein symbolischer Akt zur Konkretisierung
dieser Philosophie ist die Einrichtung einer eigenen Resonanzgruppe
- siehe www.resonanza.ch)
Dieser Spitzengruppe
folgt ein Verfolgerfeld aus drei Unternehmens-Philosophien:
individueller EigenSinn:
Massgeschneiderte Angebote für als solche wahrgenommenen und
respektierten individuellen Kundinnen und Kunden liegen im Trend.
Solche Kunden wollen einzigartige und unverwechselbare Angebote -
also etwas Eigenes. Ein eigensinniges Profil wird so zu einem beachtlichen
Wert. Es lohnt sich also, in der eigenen Unternehmens-Philosophie
auf EigenSinn zu setzen.
Support:
Dass eine "Support Economy" herauf dämmere, wird schon
geraume Zeit behauptet. An den guten Werten jener Philosophie, die
darauf besonderen Wert legt, lässt sich ablesen, dass dem tatsächlich
so ist. Support heisst dabei, den Kunden jene Anforderungen abzunehmen,
die nicht zu deren Kernkompetenzen gehören, und ihnen damit ein
leichteres und angenehmeres Leben zu ermöglichen.
Reife:
Dass mit einer Unternehmens-Philosophie, die voll auf die demografische
Entwicklung und damit auf reife Kunden setzt, bei einer altersmässig
gemischten "Jury" im Durchschnitt keine Spitzenwerte heraus
kommen können, versteht sich von selbst. Umso besser sind die
tatsächlich erzielten Werte zu sehen. Fragt man speziell nach
den Zukunftsaussichten dieser Philosophie, erreicht "Reife"fast
die Spitzenwerte. Fazit: Diese Unternehmens-Philsophie hat tatsächlich
Zukunft.
Leicht zurück
liegen zwei weitere Philosophien:
Wissen:
Auf Wissensvermehrung zu setzen, garantiert keinen Spitzenwert. Nichtsdestotrotz
handelt es sich um eine Unternehmens-Philosophie mit Zukunft. Denn
Wissen wird immer wichtiger, und deshalb werden Unternehmen, die das
Wissen ihrer Kunden fördern, als attraktiv betrachtet.
Unternehmens-Philosophie:
Hierbei handelt es sich eigentlich "nur" um eine "Eichfrage".
Dass man nicht jedem Unternehmen vertraut, dem seine Philosophie wichtig
ist, ohne die Inhalte dieser Philosophie zu kennen, ist einleuchtend.
Immerhin wird deutlich, dass es sich für ein Unternehmen sehr
wohl lohnen kann, in seine Philosophie zu investieren. Es gibt eine
bedeutsame Minderheit im Markt, die solches zur Kenntnis nimmt. Wenn
die Angebote sich immer mehr gleichen, werden die kleinen, aber feinen
Unterschiede machtchentscheidend. Zum Beispiel die Unternehmens-Philosophie.
Leicht abgeschlagen
folgt die zehnte Unternehmens-Philosophie:
Sicherheit:
Sicherheit ist ohne Zweifel ein wichtiger Wert, aber ganz darauf zu
setzen, ist keine Erfolg versprechende Strategie. Jedenfalls für
gewöhnliche Unternehmen. Bei spezialisierten Unternehmen sieht
das sicher anders aus. Und dass Sicherheit als zentraler Wert nicht
sehr attraktiv wirkt, muss nicht heissen, dass er in Kombination mit
anderen Werten bedeutungslos wäre.
Abgeschlagen
am Schluss liegt:
Gewinn:
Die Verfechter der reinen Lehre des Kapitalismus haben es bei der
Bewusstseins-Elite schwer. Unternehmen, denen explizit nichts anderes
wichtig ist als die eigene Gewinnsteigerung, kommen hier schlecht
an. Mit dem Prinzip "Wertschöpfung durch Werte" sind
offenkundig immaterielle Werte gemeint. Wer diese verachlässigt
und ganz auf materielle Werte setzt, handelt sich damit einen unübersehbaren
Nachteil ein.
Natürlich sind diese
Ergebnisse insofern künstlich, als die Testsituation nur Unternehmens-Philosophien
vorsah, die sich jeweils auf einen einzigen Wert konzentrieren. Reale
Unternehmens-Philosophien kombinieren klugerweise mehrere Werte. Immerhin
zeigt die Rangierung klar, dass es zwischen den getesteten Werten deutliche
Attraktivitätsunterschiede gibt.
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der Unternehmens-Philosophien - Sympathie
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SO
KOMMEN SIE ZU DEN EINZELNEN KAPITELN DER STUDIE:
Übersicht
Worum
geht es?
Wer
spricht?
Welche
Unternehmens-Philosophien wurden wie getestet?
Erste Rangierungen
Einzelwirkungen der Unternehmens-Philosophien:
Sympathie
Kundenbereitschaft
nachhaltige
Kundenzufriedenheit
Mitarbeits-Bereitschaft
Investitions-Bereitschaft
generelle
Zukunftsaussichten
Zusammenfassung
Schlussfolgerungen
für das Marketing: Wertebasierte Unternehmens-Philosophie als Instrument
des Elite-Marketings