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Die grosse Wertestudie 2008 (11)
11. Konzentrat und Aussichten
Die wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Studie sind:
Ø Werte sind tatsächlich was wert – als Orientierungs- und
Entscheidungshilfe.
Ø Werte sind tatsächlich in (mindestens) drei Bereichen anzutreffen: als
persönliche Lebensziele, als geschätzte Persönlichkeits-Eigenschaften und als
gesellschaftliche Ziele.
Ø In allen drei Bereichen gibt es viele einzelne Werte, die im
Durchschnitt als subjektiv „sehr wichtig“ eingestuft werden.
Ø Ein weiterer Grossteil der getesteten 175 Werte wird zumindest als
„wichtig“ eingestuft, weniger wichtige Werte bilden eine kleine Minderheit.
Ø Den Befragten sind also viele Werte zugleich wichtig. Diesen Umstand
gilt es bei der Fortsetzung der Werte-Forschung zu beachten.
Ø Eine gewisse Komplexitäts-Reduktion bringt eine Faktorenanalyse, welche
die sechs Dimensionen „Traditionsbewusstsein“, „Idealismus“, „Selbstkompetenz“,
„Selbstverwirklichung“, „Reife/Sinn“ sowie „Lebensfreude“ identifizierte.
Darauf lässt sich aufbauen.
Ø Werte sind offensichtlich kein Nullsummenspiel, bei dem ein Zugewinn
beim einen Wert zu einem Abbau an Bedeutung beim anderen führt. Vielmehr
unterscheiden sich Menschen auch danach, wie wichtig ihnen Werte insgesamt
sind: Ein hoher Stellenwert der einen Werte-Dimension führt tendenziell zu
einer ebenfalls überdurchschnittlich hohen Bewertung der anderen
Werte-Dimensionen – und umgekehrt.
Ø Dasselbe Phänomen gibt es auch bei einem anderen „soft factor“, nämlich
bei der Ausprägung unterschiedlicher Teil-Identitäten, die ebenfalls nicht in
einem Konkurrenzverhältnis stehen, sondern gemeinsam gehäuft auftreten.
Ø Der langsam, aber sicher wirksame Trend von Geld zu Geist, von Quantität
zu Qualität, von materiellen zu immateriellen Werten, ist ungebrochen.
Ø Bei der „Bewusstseins-Elite“, für welche die Befragten stehen, bleiben
Lebensqualität und Optimismus auf hohem Niveau stabil.
Wie jede gute Forschung führte auch diese Studie zu mehr neuen Fragen
als zu abschliessenden Antworten:
Ø Wie lassen sich die vorgefundenen vielschichtigen und komplexen
Werte-Landschaften weiter zu handhabbaren Werte-Landkarten verdichten?
Ø Welche Leit-Werte könnten gleichsam als Leuchttürme in unübersehbaren
Werte-Landschaften dienen?
Ø Mit welchen sprachlichen Formulierungen lassen sich Werte am besten
erfassen?
Ø Wie wirken sich Werte auf Verhalten und Befindlichkeit aus?
Ø Wie verändern sich Werte in Zeiten der Krise?
Ø Und so fort.
Wir bleiben dran – und freuen uns, wenn Sie das auch tun...
Wald AR, 6. November 2008
Projektleitung SensoNet/spirit.ch
(Dr. Andreas Giger, www.gigerheimat.ch)
I N H A L T :
1. Die Studie
2. Bedeutung von Werten generell
3. Acht Leit-Werte
4. Werte als persönliche Lebensziele
5. Werte als geschätzte Persönlichkeits-Eigenschaften
6. Werte als gesellschaftliche Ziele
7. Komplexitäts-Reduktion
8. Von Geld zu Geist
9. Identität und Lebensgefühl
10. Optimismus und Lebensqualität
11. Konzentrat und Aussichten
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