ZEITEN-WENDE: Die Zeit-Orientierung
der Zukunft
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Ein
jedes hat seine Zeit.
Alte Volksweisheit
Schon bald wieder vergessen
ist die angebliche Zeitenwende beim Eintritt in ein neues Jahr-tausend.
Dabei hat sich in den letzten Jahren in den Tiefen des kollektiven
Bewusstseins eine viel fundamentalere Zeiten-Wende abgespielt:
Waren die Neunziger Jahre noch ganz auf Zukunft eingestellt, so
leben wir jetzt im Zeitalter der Gegenwart.
Doch diese Gegenwart
schließt Vergangenheit und Zukunft mit ein. Die Zukunft
gehört der Fließzeit, erlebt als evolutionärer
Zeitstrom, in dem die Grenzen zwischen gestern, heute und morgen
durchlässig werden.
Die Lebensqualität
der Menschen von morgen ist eng gekoppelt mit dieser neuen Zeit-Orientierung.
Ihr widmet sich deshalb diese Kompaktstudie.
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Worum es
geht:
Zeit-Orientierung
und Lebensqualität
Zu Beginn
erschien die Anfrage harmlos: "Könntest du mal etwas über
den Retro-Trend machen ?", wollte Matthias Horx, mein geschätzter
Kollege von der Zunft zur Zukunft, wissen. Diese Frage ließ sich
übersetzen in "Welche Zukunft hat die Vergangenheit ?", doch diese
Frage zu stellen, hieß für mich, sie alsbald zu erweitern
um die Fragen nach der Zukunft der Gegenwart und der Zukunft. Und damit
begann ein geistiges Abenteuer der besonderen Art.
Zunächst
erscheint die Frage, wie sich die Menschen in der Zeit orientieren,
reichlich abstrakt, höchstens geeignet als Futter für Philosophen:
"Solange ich nicht darüber rede, weiß ich, was die Zeit
ist, doch sobald ich darüber reden will, weiß ich es nicht
mehr" - so etwa die Erkenntnis des heiligen Augustinus.
Meine intensive
Beschäftigung mit dem Leitwert Lebensqualität hatte mir jedoch
mittlerweile eine neue Erkenntnis eröffnet:
Die
Orientierung in der Zeitdimension ist ein wichtiges Element von
Lebensqualität.
Als Wesen,
die in Raum und Zeit leben, brauchen wir Menschen nicht nur einen für
uns passenden Ort im Raum, sondern auch eine passende Orientierung im
Strom der Zeit.
Während
der Raum für uns stabil wirkt, wissen wir alle, dass die Zeit fließt
und sich dadurch für unser Empfinden aufteilt in Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. Orientierung im Zeitstrom ist deshalb vor allem
eine Frage der Perspektive: Woran orientieren wir uns primär, an
Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft ? Welche dieser Zeiten spricht
uns am stärksten an ? Aus welcher beziehen wir am ehesten Energie
und Inspiration ? Welche ist gleichsam unsere Basis-Zeit ?
Von der Wahl
der passenden Basis-Zeit hängt die eigene Lebensqualität entscheidend
ab. "Passend" ist dabei sowohl individuell gemeint (passt die gewählte
Basis-Zeit zu meiner Persönlichkeit ?) als auch kollektiv: Passt
meine gewählte Basis-Zeit in den kollektiven Strom des Zeitgeistes,
oder bin ich damit isoliert ?
Zeit-Orientierung
ist wandelbar
In den Neunziger
Jahren des letzten Jahrhunderts etwa musste sich jemand, der sich vorwiegend
an der Vergangenheit orientiert, ziemlich isoliert vorgekommen sein.
Der vorherrschende Zeitgeist beschäftigte sich damals nämlich
überwiegend mit den gleißenden Verheißungen der Zukunft.
Die Neunziger waren ein Jahrzehnt der Zukunfts-Orientierung.
Die Achtziger
Jahre dagegen orientierten sich vorwiegend an der Gegenwart. Lifestyle
war das dominante Thema, und das wiederum hatte weder mit der Vergangenheit
noch mit der Zukunft viel zu tun.
Noch einmal
anders können wir die Siebziger Jahre charakterisieren: Damals
stand - jedenfalls im deutschsprachigen Kulturraum - die Auseinandersetzung
mit den Sünden der Vergangenheit im Zentrum, und die diesen gegenüber
gestellten alternativen Utopien lassen sich aus der Distanz allesamt
als rückwärtsgewandt erkennen. Es dominierte also in jeder
Hinsicht die Orientierung an der Vergangenheit.
Aus diesem
notgedrungen allzu gerafften Überblick lässt sich die Erkenntnis
ableiten:
Zeit-Orientierung
ist sehr wohl wandelbar.
Die Vorlieben
für eine bestimmte Basis-Zeit können sich ändern. Woraus
sich für uns neugierige Zeitgenossen natürlich sofort die
nächsten Fragen ergeben: Wo stehen wir heute ? Und:
Welche
Zeit-Orientierung ist für die nächsten Jahre und Jahrzehnte
zu erwarten
?
Die Antworten
auf diese Fragen sind von mehr als akademischem Interesse. Weil Zeit-Orientierung
ein wichtiges Element von Lebensqualität ist, beeinflusst sie bei
einer wachsenden Zahl von Menschen eine wachsende Zahl von Entscheidungen,
denn die Menschen werden sich bei ihren Entscheidungen mehr und mehr
von der einen einfachen Frage leiten lassen: Fördert das meine
Lebensqualität, oder behindert es sie im Gegenteil ?
Beziehungen
basieren auf Korrespondenz
Zum Persönlichkeitskern
eines Menschen gehört die Zeit-Orientierung. Gibt es keine Korrespondenz
zwischen der Zeit-Orientierung einer anderen Persönlichkeit und
unserer eigenen, erscheint uns diese allzu fremdartig, und der Aufbau
einer stabilen Beziehung wird äußest unwahrscheinlich. Sie
wäre unserer Lebensqualität auf Dauer abträglich.
Gibt es dagegen
eine Korrespondenz in der Zeit-Orientierung, kann diese zu einem tragfähigen
Element einer nachhaltigen Beziehung werden: Mit jemandem eine Beziehung
aufzubauen, die auf ähnlichen Grundorientierungen basiert, erhöht
die eigene Lebensqualität.
Ob es eine
Korrespondenz zwischen der eigenen Zeit-Orientierung und derjenigen
eines oder einer anderen gibt, lässt sich nur feststellen, wenn
man diese andere Zeit-Orientierung kennt - und im übrigen auch
die eigene... Es lohnt sich also unzweifelhaft, genau zu beobachten,
ob sich die kollektive Zeit-Orientierung verändert, und welche
Richtung diese Veränderungen einschlagen werden:
Nur Beziehungen,
welche auf einer ähnlichen Zeit-Orientierung beruhen, haben längerfristig
eine Chance zu überleben.
Die anderen enden so:

Fragen an und
Antworten von SensoNet:

Die Zukunft ist Vergangenheit
Wie misst
man Zeit-Orientierung ? Wollte man diese Frage wirklich allen Ernstes
beantworten, wäre die schiere Verzweiflung das Ergebnis. Ich habe
mich ihr deshalb spielerisch angenähert, wohl wissend, dass mehr
als Näherungen ohnehin nicht möglich sind. Doch auch sie ermöglichen
oft erhellende Einblicke.
Statt ausgeklügelte
Testbatterien zu entwickeln, wollte ich SensoNet eine einfache Frage
stellen:
In welchem
der folgenden Zeiträume leben Sie vor allem ? Wie ist das heute,
wie war es vor zehn Jahren, und wie wird es in zehn Jahren sein ?
Die Mitglieder
von SensoNet waren die richtigen Ansprechpartner für diese Frage.
Sie sind sensibilisiert für grundsätzliche Fragen rund um
Werte und Orientierungen, sie interessieren sich für ihre eigene
Position in solchen Fragen und für die der anderen, sie besitzen
die Gabe, sich selbst beobachten zu können, auch rückblickend,
und sie haben die Phantasie, sich ihre eigene Entwicklung ausmalen zu
können. Kurzum, sie sind die idealen Beobachter für Veränderungen
in der Zeit-Orientierung.
Nur: Welche
Zeiträume sollte ich als Antworten auf diese Frage vorgeben ? Solche
Vorgaben sind erfahrungsgemäß nötig, und sie sind auch
sinnvoll - wenn sie das Spektrum möglicher Antworten einigermaßen
abdecken.
Drei Vorgaben
waren gegeben, weil sie selbstverständlicher Bestandteil unserer
Wahrnehmung und unseres Denkens sind: Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft. Doch reichte dies aus ? Ich tat, was ich in solchen
Fällen immer tue: Ich habe mich selbst gefragt. Und herausgefunden,
dass ich eine vierte Antwort bevorzugen würde, die ich intuitiv
wie folgt formulierte: im evolutionären Zeitstrom (die Grenzen
zwischen gestern, heute und morgen sind fließend).
Das ist sicher
alles andere als eine exakte Definition dessen, was wir abgekürzt
Fließzeit nennen wollen, beschreibt mehr ein Zeit-Gefühl
- doch genau darum geht es bei dieser Frage danach, in welchem Zeitraum
man vor allem lebe.
Und hier sind die Antworten
von SensoNet:

Was zeigen uns diese Kurven
? Zunächst einen wenig überraschenden Befund: Bei SensoNet,
dem Zukunftsnetz, finden sich nur Vereinzelte, die sich vorwiegend an
der Vergangenheit orientieren, und daran wird sich auch nichts ändern.
Die Devise "alles, was ich bin, ist Erinnerung", ist kein Zukunftsmodell.
Dramatisch
verläuft dagegen die Kurve der Zukunft ("nur, was ich werde, zählt"):
Während sich vor zehn Jahren noch die Hälfte vorwiegend an
der Zukunft orientierte - Sie erinnern sich, das war mitten in den zukunftsbetonten
Neunziger Jahren - , sackte dieser Anteil bis heute auf unter zehn Prozent,
und er wird sich im nächsten Jahrzehnt davon auch nicht mehr erholen.
Die Zukunft ist Vergangenheit.
Dazu trägt
ein anderes Phänomen sicher bei: Der Höhepunkt an Lebensqualität
ist nämlich mit unserer Generation erreicht, von nun an geht es
wieder bergab. Ich habe SensoNet gefragt, mit welchem Wert es die Lebensqualität
anderer Generationen einschätze, wenn die der eigenen Generation
100 betrage. Das waren die Ergebnisse:

Die Zeiten,
in denen jede Elterngeneration automatisch das Gefühl haben konnte,
der nächsten Generation ginge es besser, sind also vorbei. Diese
leicht pessimistische Einschätzung gilt generell für Lebensqualität,
aber auch für einzelne Aspekte derselbigen wie etwa Freiheit oder
Sicherheit. Das vermindert die Attraktivität der Zukunft natürlich
zusätzlich.
Die Gegenwart
liegt im Trend
Ähnlich
dramatisch, wie die Zukunft als Basis-Zeit an Wert verloren hat, hat
dafür die Gegenwart gewonnen. Fast zwei Drittel von SensoNet sagen,
sie lebten heute "ganz entspannt im Hier und Jetzt". Der Höhepunkt
ist damit allerdings erreicht, in zehn Jahren wird die Gegenwart nur
noch für rund die Hälfte die Basis-Zeit sein.
Und irgendwann
im übernächsten Jahrzehnt wird sich diese Kurve mit jener
der Fließzeit kreuzen: Jene, die als Basiszeit den "evolutionären
Zeitstrom" wählen, in dem "die Grenzen zwischen gestern, heute
und morgen fließend sind", werden dann die Mehrheit bilden. Die
Kurve für die Fließzeit verläuft als einzige kontinuierlich
aufwärts.
Eines steht
damit schon mal fest: Eine Zeit-Orientierung, welche die Vergangenheit
oder die Zukunft als Basis-Zeit erster Ordnung wählt, hat weder
Gegenwart noch Zukunft. Das beginnende 21. Jahrhundert lebt in der Gegenwart.
Das ist eine
kluge Entscheidung: In der Gegenwart lebt es sich nun mal nicht nur
am intensivsten, sondern auch am entspanntesten. Zurück also in
die Achtziger Jahre ? Nein: Während damals Vergangenheit und Zukunft
einfach ausgeblendet wurden, bleiben beide heute offenbar sehr wohl
im Blickfeld.
Die Zukunft
gehört der Fließzeit
Darauf deutet
die steile Karriere der Fließzeit hin. Das Charakteristikum dieser
Zeit-Orientierung ist es ja, dass die Grenzen zwischen den traditionellen
Zeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließend werden, dass
sie sich vereinen zu einem evolutionären Zeitstrom. Es geht dabei
also um Integration statt Abgrenzung, und das bedeutet, dass auch bei
der gegenwärtigen Betonung der Gegenwart die Grenzen zu gestern
und morgen schon fließend geworden sind. Und diese Entwicklung
wird sich fortsetzen. Die Zukunft gehört der Fließzeit.
Für
unsere Kultur ist diese Form der Zeit-Orientierung etwas grundsätzlich
Neues, auch wenn andere Kulturen ähnliche Konzepte hervorgebracht
haben. Bei uns war, bei allen Schwankungen in den Vorlieben für
die eine oder andere Zeit, immer klar, dass Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft klar voneinander geschieden sind. Die Grenzen dazwischen
schienen unüberwindbar.
Jetzt lernen
wir offenbar allmählich, uns als im Zeitstrom schwimmend zu erleben
und zu erfahren. Was hinter uns liegt, ist zwar immer noch vorbei, und
was vor uns liegt, immer noch unsichtbar, doch Vergangenheit und Zukunft
sind dabei Elemente des einen Zeitstroms, dessen Zentrum für uns
die Gegenwart ist.
Weil wir
uns mitten drin in diesem fundamentalen Wandel unseres Zeit-Gefühls
befinden, und weil es sich dabei tatsächlich mehr um ein ahnendes
Gefühl als um präzises Wissen handelt, können wir uns
sprachlich derzeit diesem Phänomen nur tastend und tapsend nähern.
Das heißt nicht, dass es nicht existiert oder nicht wichtig wäre.
Die einfachen Kurven unserer Abbildung sprechen klar für das Gegenteil.
Horizont-Öffnung
So gut die
Frage nach der bevorzugten Basis-Zeit funktioniert hat, um zu zeigen,
dass es tatsächlich fundamentale Veränderungen in der Zeitorientierung
gab, gibt und geben wird, so sehr hat sie auch einen Haken: Sie engt
ein, indem sie dazu zwingt, sich auf eine Antwort zu beschränken.
Das steht
im Widerspruch zu einem anderen fundamentalen Wandel an der Basis unseres
Denkens: An die Stelle des "konsequenten entweder - oder" tritt mehr
und mehr ein "entschiedenes sowohl - als auch". Wenn wir also nur nach
dem Sieger fragen, könnten wir darob verpassen wahrzunehmen, was
dahinter geschieht, obwohl dies mindestens so spannend sein könnte.
Deshalb musste
eine zweite Frage her. Für alle vier Basis-Zeiten wollte ich jetzt
von SensoNet gesondert wissen, ob und wie sich das Verhältnis dazu
verändert hätte und weiter verändern würde. Das
war nicht sehr elegant und für die Antwortenden auch etwas mühsam,
so sehr, dass ich gefragt wurde, ob das wirklich nötig sei. Die
Ergebnisse zeigen klar: Es war nötig.
Die jeweiligen
Fragen lauteten:
Haben
Sie in den letzten Jahren bei sich eine Tendenz festgestellt, sich stärker
der ... zuzuwenden ?
Und: Wie
würden Sie diese Frage wohl in zehn Jahren beantworten ?
Das
Gesamtbild zeigt tatsächlich eine neue Realität: Die Zuwendung
zu allen vier Basis-Zeiten ist im letzten Jahrzehnt gewachsen und wird
dies auch im nächsten tun. Im Fall der Vergangenheit gilt dies
"nur" für eine qualifizierte Minderheit, bei allen anderen drei
Basis-Zeiten sogar für eine deutliche Mehrheit. Das bedeutet: Es
ist möglich, sich sowohl verstärkt der Gegenwart zuzuwenden
als auch den anderen Zeiten. Und diese Möglichkeit des entschiedenen
sowohl als auch wird offenkundig genutzt. Das ist ein Akt echter Bewusstseins-Erweiterung.
Im Falle
der Vergangenheit ist diese Tendenz am schwächsten. Das erstaunt
nicht weiter, fördert es doch manchmal die Lebensqualität,
wenn man sich von der Vergangenheit ein Stück weit abwendet. Im
nächsten Jahrzehnt wird die Zuwendung zur Vergangenheit deutlich
stärker werden, was schlicht auch daran liegen mag, dass wir bis
dann alle mehr Vergangenheit haben...
Die hohen
Werte für eine verstärkte Zuwendung zur Gegenwart in den letzten
zehn Jahren decken sich mit dem rasanten Aufstieg der Gegenwart zur
dominanten Basis-Zeit. Der Trend wird abgeschwächt weiter gehen,
auch das haben wir bereits gesehen. Zuwachs auf hohem Niveau ist angesagt.
Spannend
ist der Fall der Zukunft: Obwohl diese im letzten Jahrzehnt vom Olymp
der dominierenden Basis-Zeit bös abgestürzt ist, hat sich
in dieser Zeit die Zuwendung zu ihr deutlich verstärkt, und ein
Ende dieses Trends ist nicht abzusehen. Für uns Zukunftsforscher
ist das eine sehr erfreuliche Nachricht...
Fließzeit
- die neue Zeit-Orientierung
Klar wiederum
zeigen auch diese Zahlen: Der eigentliche Aufsteiger ist die Fließzeit.
Ihr haben sich schon die meisten verstärkt zugewendet, und das
wird so weiter gehen, weshalb die beste Zeit dieser Zeit-Orientierung
erst noch kommt.
Die Zahlen
sind eindeutig: Mehr und mehr Menschen setzen sich bewusster und intensiver
mit der Zeit und ihren Dimensionen auseinander. Das bedeutet: Zeit-Orientierung
wird ihnen immer wichtiger. Und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.
Fassen wir
zusammen: Unsere Zeit-Orientierung, unser Verhältnis zu den Dimensionen
der Zeit, wird
- bewusster
- intensiver
- integrativer
- dynamischer
- evolutionärer
- wichtiger.
Dieser Trend
tut unserer Lebensqualität ganz offensichtlich gut. Ich habe nämlich
alle, die bei der jeweiligen Basis-Zeit von einer verstärkten Zuwendung
dazu berichtet haben, gefragt, wie sich das auf ihre Lebensqualität
ausgewirkt habe. Mindestens drei Viertel (Vergangenheit und Zukunft)
bis 90 Prozent (Gegenwart und Fließzeit) wussten von positiven
Auswirkungen der verstärkten Zuwendung zu dieser Zeitdimension
zu berichten !
Und ein Müsterchen
zum Schluss: Gefragt, ob man gerne in die Vergangenheit (bzw. in die
Zukunft) reisen würde, sagten 55 (56) Prozent "ja", 14 (16) Prozent
"vielleicht", und nur 30 (28) Prozent sagten deutlich "nein". Dieses
fast gleich lautende Ergebnis für Vergangenheit und Zukunft zeigt,
dass die Neugier auf die Zeit tatsächlich groß ist und sich
sowohl rückwärts als auch vorwärts richtet.
Und auch
wenn uns das Vergnügen der Zeitreise wohl versagt bleiben wird:
Einen Blick in Vergangenheit und Zukunft der Zeit-Orientierung konnten
wir werfen. Das ist gut so, denn auch für die neue Zeit-Orientierung
gilt:
